Über mich
Mein Vater war Grenzwächter und wechselte mehrmals seinen und damit auch den Lebensmittelpunkt unserer Familie. Ich wurde am 22. März 1960 geboren. Mein erstes Lebensjahr verbrachte ich in Beurnevésin im Kanton Jura, unmittelbar an der Grenze zu Frankreich. Dann ging es 1961 gleich weiter nach Rodersdorf im Kanton Solothurn, wo wir bis 1964 blieben. Einem Zigeunerleben ähnlich folgte der Wechsel nach Oberwil im Kanton Baselland. Die Rastlosigkeit war bis auf weiteres zu Ende.
In Oberwil besuchte ich von 1967 bis 1976 die Primarschule. Eine anschliessende Berufslehre als Chemie-Laborant brach ich schnell einmal ab – ich hatte nichts mit Tierversuchen am Hut, das war mir zuwider. 1977 zog ich mit meinen Eltern ins mütterliche Stammhaus in Burg im Leimental, wo ich meine Berufslehre als Forstwart im nahegelegenen Röschenz begann und 1980 erfolgreich abschloss. Während meiner freizeitlichen Ausgänge nach Laufen lernte ich auch meine spätere Ehefrau Marianne Schmidlin kennen. Mitte der 1980-er Jahre zogen Marianne und ich nach Flerden im Kanton Graubünden ins väterliche Stammhaus. Dort heirateten wir auch. Unsere Kinder Manuela (Jahrgang 1987) und Florian (Jahrgang 1989) wurden geboren. Ich konnte das Geburtshaus meines Vaters übernehmen, wo ich bis heute lebe. In Flerden war ich zuerst im Forstbetrieb Oberheinzenberg tätig und wechselte später in den Werkhof der Gemeinde Thusis. Seit 2023 bin ich in Pension.
Ich war und bin immer noch sehr naturverbunden und habe Freude am Schreinern. Mir kam früh die Idee auf, ein Didgeridoo zu fabrizieren. Das urtümliche Klanginstrument der Aborigines in Australien hat mich früh fasziniert – welch ein Klangkörper mit breiter Tonskala! Inzwischen spiele ich dieses Instrument, mit Unterbrüchen, seit ein paar Jahren. Didgeridoos sind kultur- und naturgemäss aus Eukalyptusholz hergestellt – das gibt es in den Bündner Bergen nicht. Also nahm ich für die eigene Herstellung von Didgeridoos einheimische Laub- und Nadelhölzer, die zur Verfügung stehen. Auch diese – Buchen, Eschen, Ulmen und dergleichen – führen zu einem Klangerlebnis!
Der Tod meiner Frau Marianne im Jahre 2022 kam einem grossen Lebenseinschnitt gleich. Ich habe mich wiedergefunden und finde Erfüllung in meinen alten Passionen. Ich werke erst recht weiter und habe auch grosse Freude an der Tier- und Landschaftsfotografie!

Hanspeter Reimer